Kaputte Stromquelle

An einer überflüssigen Deckenbrennstelle hatte ich immer ein Nachtlicht. Es funzelte gerade so hell, dass man sich orientieren konnte, ohne dass sich die Augen auf Helligkeit einstellen mussten. Nach nur 11 Jahren war es kaputt, ohne vorher zu flackern oder blasser zu werden. Von einem Tag zum anderen blieb es plötzlich dunkel. Was war da los?

Die aufgeschraubte Lampe brachte nicht viel zum Vorschein: Nur ein Kasten mit der Aufschrift "LED driver for 16 led's" saß zwischen den LEDs und der Lüsterklemme fürs Stromnetz. Ich schnitt ihn vorsichtig raus, gab den LEDs direkt 3V und schon leuchtete alles wie gewohnt. Bis auf die "Blackbox" war also alles in Ordnung.

Ein Spannungswandler von 12V auf 3,6V war gerade nicht in der Bastelkiste, jedoch ein mit 2W belastbarer 150-Ohm-Widerstand . Tja, das ist nicht die feine Art, aber das Nachtlicht sollte mit vorhandenen Mitteln wiederbelebt werden. Also lötete ich den Widerstand anstelle der kaputten Konstantstromquelle ein. Auf dem Bild findet ihr ihn im weißen Schrumpfschlauch.

230V raus, 12V rein: Umgerüstete Lampe von hinten

Als neuer Platz für die jetzt offgrid-taugliche Lampe bot sich die Zuleitung eines vorhandenen LED-Bandes an. Hier musste ich bloß den Aufputz- Lichtschalter gegen einen doppelten tauschen, schon können Lese- und Nachtlicht bequem geschaltet werden.

Sie glimmt wieder!
Schalterstelle mit zusätzlichem Aufputz-Schalter für zwei Solarlampen

 

Es bleibt die Frage, wie viel Leistung das Ergebnis umsetzt. Es ist so wenig, dass mein billiger Laderegler es nicht messen kann. Das Nachtlicht zählt damit zu den nicht nennenswerten Fast-kein-Stromverbrauchern und darf auch mal die ganze Nacht leuchten.

Und die frei gewordene Deckenbrennstelle? Da kann eine neue Landstrom-Lampe hin. Man weiß ja nie, wann die Sonne mal ausfällt.

Die Lampe braucht unmessbar wenig Strom

Auf dem Hacken Open Air 2017 durfte ich Aufbau und Geschichte meiner Solar-Insel präsentieren. Vielen Dank für Euer Interesse!

Hier könnt Ihr die Folien als PDF herunterladen.

Solaranlagen für die Etagenwohnnung

Bei der Heckenpflege ist eine Menge Holz angefallen. Erst wurden die Kanarienvögel mit frischen Schlafstangen ausgestattet, jetzt entsteht aus den zweitschönsten Zweigen ein neuer Landeplatz für die Fensterbank.

Verwendetes Holz: Birke, Kirschbaum, Haselnuss

Schritt 1: Zwei Birkenstücke werden so angefeilt, dass zwei Kirschzweige stabil auf den Kerben liegen können. Dann wird das Viereck festgeschraubt.

Schritt 2: In das Grundgerüst müssen vier Zweige gesteckt werden, welche später die Sitzstangen tragen sollen. Dafür nehme ich meinen dicksten Holzbohrer und drehe die Bohrmaschine etwas schief, so dass die Löcher gerade breit genug für den jeweiligen Zweig werden.

Schritt 1 und 2: Grundgerüst zusammenschrauben, Löcher für Vertikalen bohren
Schritt 1 und 2: Grundgerüst zusammenschrauben, Löcher für Vertikalen bohren

 

Schritt 3: Die frischen Zweige werden fest in die Löcher gequetscht. Ohne Leim, denn beim Trocknen werden sie sich ohnehin noch verziehen. Falls sie später locker sitzen sollten, kann man immer noch leimen.

Schritt 3: Säulen aufstellen
Schritt 3: Säulen aufstellen

 

Schritt 4: Mit Papierband werden jetzt die Sitzstangen angebunden.

Schritt 4: Sitzstangen anknoten
Schritt 4: Sitzstangen anknoten

 

Schritt 5: Damit es auf dem Dach nicht langweilig bleibt, werden Haselnusszweige kreuz und quer darüber geknotet.

Schritt 5: Knabberzweige befestigen
Schritt 5: Knabberzweige befestigen

 

Schritt 6: Auf die Plätze, fertig, los! Damit die Vögel weniger Berührungsängste haben, lassen sich Kräuter mit sauberen Holzwäscheklammern an die Sitzstangen klemmen. Dann Kamera raus und abwarten...

Flocke und Feuerball erkunden den neuen Spielplatz
Flocke und Feuerball erkunden den neuen Spielplatz
Flocke und Feuerball erkunden den neuen Spielplatz

 

Ein „Raspberry Pi“ ist als MP3-Player eingerichtet und soll nun an der Solaranlage betrieben werden. An sich kein Problem, liefert das Kraftwerk doch ein Nennspannung von 12V. In der Ramschkiste liegen genug Adapter von 12V auf 5V … nun ja, dort fanden sich nur noch „Steckdosen-Warzen“, bei denen der Konverter in einen Kfz-Stecker fest eingebaut ist. Man kann also nicht einfach den klobigen Stecker abschneiden und durch einen Modellbau-Stecker ersetzen.

Um an den Adapter zu kommen, musste die unbrauchbare Hülle aufgehebelt werden:

Adapter offen
Kfz-USB-Adapter, frisch geöffnet

Die Feder am Pluspol war genauso unbrauchbar wie die Klammer am Minuspol, um den Spannungswandler an die vorhandene Tamiya-Buchse anzuschließen. Also wurden die Anschlüsse erstmal „bereinigt“ und mit Litze-Resten aus der Schrottkiste verlängert.

Neu bedrahtet
Kfz-USB-Adapter, bunt bedrahtet

Nachdem das Ergebnis durchgemessen war und tatsächlich noch stabile 5V lieferte, ging der Ärger los: Beim Versuch,die Plastikhülle wieder zu schließen, verbogen sich LED, USB-Buchse und Platine wie Knetmasse. Als die Buchse sogar halb auseinander fiel, rettete ich sie mit einem USB-Verlängerungskabel, welches von da an bewegungslos drin bleiben muss.

Doch was eignet sich als Gehäuse für so ein chinesisches Gewackel? Hier passte das Universalgehäuse, das ich auch sonst für fast alles verwende: Ein Schraubdeckelglas.

Der offene Adapter passt perfekt in ein handelsübliches Brotaufstrich-Glas:

Schraubdeckelglas
Lecker Spannung!

Sogar der dazugehörige Deckel ließ sich, an einer Seite angesägt, sauber schließen. Die scharfen Sägekanten habe ich mit Klebeband abgedeckt:

Deckel
Glas mit angesägtem Deckel

In Betrieb kann man sehen, ob immer noch alles in Ordnung ist. Die grüne LED erinnert jeden Abend daran, das Monster lieber vom Netz zu nehmen…

In Betrieb
Netzteil in Aktion

Der Raspberry Pi tut brav seinen Dienst:

Raspberry Pi in Gehäuse
Verbraucher im Gehäuse

Und wie viel Watt braucht das jetzt? Der Solar-Laderegler misst knapp 5W, während der Raspi bootet. Wenn nur noch der Music Player Daemon läuft, geht die Leistung auf 1,2 Watt zurück.


Wenig Leistung für wenig Geld

Pünktlich zum Frühling scheint Musik vom Himmel.

In den Baumärkten gibt es derzeit hübsche Excenterstopfen. Das passte gut, da die Abdeckung über dem Abflussrohr meiner Dusche schon lange kaputt war. Das Problem dabei: Die bunten Stöpsel sind für eine Hebemechanik und passen in keiner Weise auf die hier vorgesehenen beiden Schrauben:

Das Rohr

Wie macht man das passend? Um Platz zum Basteln zu schaffen, räumte ich Kram weg … und hielt plötzlich eine Packung benutzte Ohropax in der Hand. Perfekte Ständer!
Mit Sekundenkleber wurden die Ohrstöpsel unter den Duschstöpsel geklebt:

Unterseite

Sekunden später passte der Stöpsel mit den Unterstöpseln aufs Rohr:

Fertige Duschwanne

Man müsste vor der Dusche liegen, um zu erkennen, dass die Füßchen unter dem Deko-Stöpsel nicht ganz original sind:

Seitenansicht

Wieder kenne ich ein Problem weniger, das Ohropax nicht lösen könnte.